LVR-Industriemuseum, Zinkfabrik Altenberg, Neue Dauerausstellung, Kino im Walzenlager

FabrikKino: Der Lehrer, der uns das Meer versprach

Von Donnerstag, den 20.03. bis Dienstag, den 25.03.2025 präsentiert das LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg in Kooperation mit dem Kino im Walzenlager den Film „Der Lehrer, der uns das Meer versprach“ der Regisseurin Patricia Font.

Ein Beitrag von Jacqueline Drywa

Der Film erzählt die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte von Antonio Benaiges und spielt dabei mit zwei zeitlichen Perspektiven.

1935 − ein junger Lehrer namens Antonio Benaiges, gespielt von Enric Auquer, übernimmt in dem kleinen spanischen Dorf Burgos, kurz vor dem Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges, den Unterricht der dort lebenden Kinder. Seine unkonventionelle, zukunftsorientierte und offene Art schafft schnell ein Vertrauen zu den Schüler*innen. Bei den Eltern stößt er damit allerdings auf Skepsis und Probleme. Nachdem er erfährt, dass keines der Kinder zuvor am Meer war, möchte er mit ihnen dorthin.

2010 − Ariadna, gespielt von Laia Costa, begibt sich auf die Spuren ihres Urgroßvaters. Dem letzten Wunsch ihres Großvaters folgend sucht sie seine Überreste in einem der hunderten, um 1936 entstandenen Massengräber. Dabei stößt sie auch auf die Geschichte von Antonio Benaiges, welcher der Lehrer ihres Urgroßvaters war.

Das Plakat zeigt eine junge Schulklasse vor einer braunen Wand mit niedriger Steinmauer direkt daran. Der Lehrer steht hinter der Klasse und schaut nach rechts. Vor ihm die Reihe Kinder (5 Schüler*innen) steht auf einer Holzbank ohne Lehne. Die Reihe davor besteht ebenfalls aus 5 Schüler*innen. Alle stehen, bis auf einen Jungen in der ersten Reihe, er sitzt auf der Bank. Die Kinder schauen in verschiedene Richtungen und interagieren miteinander. Die Kleidung ist sommerlich und an der 1930ern orientiert. Über der Schulklasse befindet sich der Filmtitel.
Filmplakat Der Lehrer, der uns das Meer versprach Bild: Kino im Walzenlager

Der Film zeigt die besondere Rolle, die ein*e Lehrer*in einnehmen kann, welche Probleme damit einhergehen und wie aufwendig und aufwühlend die Suche nach der eigenen Vergangenheit sein kann. Besonders in der Zeit des aufkommenden Faschismus, die in Spanien zu einer Jahrzehnte langen Diktatur unter Francisco Franco führte, war offenes Denken nicht möglich. Jungen Schüler*innen demokratische Werte und das Bilden einer eigenen Meinung zu vermitteln, war schier unmöglich. Die Hauptfigur Antonio in diesem Film versucht es trotzdem und möchte ihren Schüler*innen so viel Wissen, Kreativität und Optionen wie nur möglich mitgeben.

Der Film zeigt anhand eines Beispiels die Lebensrealität zu Zeiten des Faschismus. Die zahlreichen Massengräber verdeutlichen zudem, dass es sich bei der Geschichte nicht um einen Einzelfall handelt. Gleichzeitig vermittelt der Film, wie wichtig es ist, an seinen demokratischen Werten festzuhalten, welche Möglichkeiten zur freien Entfaltung entstehen und wie eingeschränkt das eigene Leben in einer Diktatur ist. Bereits einzelne Menschen können durch die Weitergabe ihrer Informationen und Werte kommende Generationen prägen und ihnen neue Perspektiven, Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden, mitgeben.

Das Kinoprogramm im März

Termine20.03., 21.03., 24.03., 25.03. – 18.00 Uhr
23.03. – 16.00 Uhr
Sprachedeutsch
Dauercirca 105 Minuten
Kosten7,00 EURO (auch Rentner*innen und Auszubildende)
Ermäßigt6,00 EURO (Menschen mit Behinderung, Schüler*innen, Kinder, Arbeitslose, Studierende)

Mehr Informationen zur Kartenreservierung findet Ihr auf der Homepage des Walzenlagers.

Anschrift

Kino im Walzenlager.
Zentrum Altenberg
Hansastraße 20
46049 Oberhausen

Bitte beachtet, dass die Adresse für den gesamten Gebäudekomplex, inklusive Museum, gilt.

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