Abgedunkelter Vorführraum des Kinos im Walzenlager.

FabrikKino: Fossil

Drama | Deutschland 2023, FSK 12

Die Sommerpause ist vorbei und die Filmreihe FabrikKino geht in die nächste Runde! Jeden Monat präsentiert euch das LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg in Kooperation mit dem Kino im Walzenlager einen Film, der thematisch an die Inhalte der neuen Dauerausstellung anknüpft. Zum Start zeigen wir von Donnerstag, den 12.09. bis Dienstag, den 24.09.2024 den Debütfilm „Fossil“ des Regisseurs und Autors Henning Beckhoff.

Zwischen Tagebau, Riesenbagger und noch größeren enttäuschten Hoffnungen erzählt Fossil von Zeitenwechsel und Generationskonflikten.

Der überzeugte Tagebauarbeiter Michael sieht sich nach vierzig Berufsjahren um die Anerkennung seiner Lebensleistung betrogen. Aller Gewissheiten beraubt – da die Kohleförderung eingestellt und die riesige Grube zum Stausee umgestaltet werden soll – versucht er, seine Kolleg*innen zum Protest zu bewegen. Ein Protest gegen seine Vorgesetzten und gegen die „Öko-Spinner“, zu denen er auch seine Tochter zählen muss. Verbissen und verzweifelt verliert er jedoch zunehmend den Rückhalt. 

Auf dem Plakat ist ein großer Bagger im Tagebau zu sehen. Davor steht ein Mensch mit einem roten Sicherheitshelm und schaut zu einem weiteren Menschen hoch, der sehr weit oben am Bagger in der Führerkabine am Fenster lehnt. Beide wirken im Vergleich zum Bagger sehr klein.
Plakat zum Film „Fossil“
Bild: Kino im Walzenlager

Ein sorgfältig entfaltetes Milieudrama mit einer Hauptfigur, deren Verhalten oft vor den Kopf stößt, deren Starrsinn aber auch eine tragische Komponente besitzt. Die sachliche Inszenierung meidet alles Sentimentale und malt realistisch das unausweichliche Verschwinden einer Welt aus, mit der sich viele einmal identifiziert haben.

Henning Beckhoff wirft in seinem Film einen Blick auf konkrete Menschen und wie diese mit dem Wandel umgehen. Gerade der Generationenkonflikt, hier am Beispiel des unterschiedlichen Umgangs von Vater und Tochter mit dem Kohleausstieg, spielt dabei eine wichtige Rolle. In unserer neuen Dauerausstellung zeigen wir, dass Generationenkonflikte nicht nur bei dem heute aktuellen Thema Klimakrise auftreten, sondern in der Geschichte immer wieder relevant waren. Politische Teilhabe, Arbeitsrechte, Feminismus und (Selbst)Verwirklichung haben immer wieder für Uneinigkeit zwischen den – aber auch innerhalb der – Generationen gesorgt.

Mit drei fiktiven Konfliktsituationen zwischen Kindern und ihren Eltern um 1900, 1968 und heute möchten wir die Besuchenden dazu einladen, einen konkreten Blick darauf zu werfen, was die zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen für die Menschen selbst bedeuten konnten. Dabei beleuchten wir zwei sehr verschieden gelagerte Perspektiven, um die unterschiedlichen Ansichten, Wünsche und Gefühle kennenlernen und nachvollziehen zu können.

Das Kinoprogramm im September

Termine12.9., 13.9., 16.9., 17.9., 19.9., 20.9., 23.9., 24.9. – 18.00 Uhr
15.9., 22.9. – 16.00 Uhr 
Sprachedeutsch
Dauercirca 94 Minuten
Kosten7,00 EURO (auch Rentner*innen und Auszubildende)
Ermäßigt6,00 EURO (Menschen mit Behinderung, Schüler*innen, Kinder, Arbeitslose, Studierende)

Mehr Informationen zur Kartenreservierung findet Ihr auf der Homepage des Walzenlagers.

Anschrift

Kino im Walzenlager.
Zentrum Altenberg
Hansastraße 20
46049 Oberhausen

Bitte beachtet, dass die Adresse für den gesamten Gebäudekomplex, inklusive Museum, gilt.

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