Aufsteller mit Flyer und Karten zu "25 Jahre Route Industriekultur", im Hintergrund ein Brezelstand

Ein Rückblick auf das Altenbergfest

Von Bauzäunen auf dem Platz und leicht frischem Wetter ließen wir uns nicht abhalten: Am 12. Oktober haben wir an unserem Museumsstandort zum Anlass des 25. Geburtstags der „Route Industriekultur“ das Altenbergfest zusammen gefeiert. Gemeinsam schauen wir noch einmal zurück und präsentieren Eindrücke und Bilder des Tages!

Ein Beitrag von Martin Kauder

Um 13 Uhr ging es los: das Gelände der Zinkfabrik Altenberg öffnete seine Pforten für das Altenbergfest. In kurzer Zeit waren die Ersten vor Ort, um sich umzuschauen oder bei einer der Geländeführungen mitzumachen. Der Historiker Daniel Sobanski begleitete die Gruppen und berichtete über Geschichte und Gegenwart der örtlichen Fabriklandschaft.

Kulturell hatte das Fest einiges zu bieten. Gleich zwei Bands bereicherten unser Fest durch ihre Musik: „Martha und die Musikmalocher“ sowie „Sebastian Dey und die kriminelle Vereinigung“. Mitklatschen und Mitsingen waren garantiert! Das Kino im Walzenlager stellte außerdem historische Videoaufnahmen des Initiativkreises Altenberg (heute Zentrum Altenberg) aus den 1980er und 1990er Jahren vor. Als Extra gab es im Anschluss den 1959 entstandenen Imagefilm „Schichten unter der Dunstglocke“ zu sehen, der (gefärbt durch das in den 1950er Jahren vorherrschende Gesellschaftsbild) eine moderne, lebenswerte Industriestadt Oberhausen darstellt.

Die Bands in Aktion
Fotos: LVR-Industriemuseum

Die vor Ort ansässigen Institutionen gaben Einblicke in ihre Arbeit, so der Verein für aktuelle Kunst / Ruhrgebiet e. V. in seiner Ausstellung. Die Geschichtswerkstatt Oberhausen war ebenso vertreten, informierte über ihre Tätigkeiten und bot die Zeitschrift „Schichtwechsel“ an.

Auch an unserem Stand, dem des LVR-Industriemuseums, war einiges los. Nicht nur erhielt man hier alle Informationen zur neuen Dauerausstellung am Schauplatz Altenberg, sondern konnte auch selbst aktiv werden: Eine Fühlstation zum Ertasten verschiedener Textilien und eine Duftstation mit typischen Parfums der 1970er Jahre luden zum Rätseln ein. Was ist Original, was Fälschung? Und riechen wir hier etwa Kölnisch Wasser?

Im Vordergrund der Infostand der Geschichtswerkstatt Oberhausen mit ausgelegten Ausgaben von "Schichtwechsel"; im Hintergrund der Stand des LVR-Industriemuseums mit Riech- und Fühlstation
Die Stände des LVR-Industriemuseums und der Geschichtswerkstatt Oberhausen
Foto: LVR-Industriemuseum

Für alle Ratefüchse gab es sogar ein kleines Gewinnspiel. In einem vorbereiteten Glas mit Münzen befand sich der Tageslohn eines Walzenarbeiters aus dem Jahr 1899 in Euro. Nur, wie hoch war der Lohn tatsächlich? Den alten Betrag von 3,67 Mark in die heutige Währung umzurechnen und dann noch richtig abzuschätzen schien ganz schön knifflig. Einige waren mit ihrer Schätzung aber sehr nah dran! Für alle Interessierten: im Glas befanden sich 29,73 Euro. Im Vergleich mit heutigen Verhältnissen ein recht bescheidener Tageslohn, für die damalige Zeit aber nicht schlecht. Unter allen Teilnehmenden wurden fünfmal je zwei Eintrittskarten für das Fabrikkino im Walzenlager verlost. Wer unter den Glücklichen ist, die gewonnen haben, wurde inzwischen benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch!

Nicht zuletzt kam das leibliche Wohl beim Geburtstags-Picknick nicht zu kurz: leckere Muffins, Brezeln und Börek… was will man mehr? So ließ man es sich auf dem Fabrikplatz zur Musik gut gehen.

Das Altenbergfest hat viele Menschen aus dem näheren Umkreis angezogen und ihnen das Gelände und die Arbeit der hier tätigen Institutionen nähergebracht. Gemeinsam hatten alle vor Ort einen schönen Nachmittag. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die gekommen sind und mitgemacht haben. Bis zum nächsten Mal!

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