Frauen, die jung und unerwartet schwanger werden, stehen oftmals vor großen emotionalen und sozialen Herausforderungen. Ein neuer Spielfilm des französischen Brüder-Duos Jean-Pierre und Luc Dardenne nimmt sich der Thematik an: Zwischen dem 19. und 31. März zeigt das Kino im Walzenlager „Jeunes Mères – Junge Mütter“.
Ein Beitrag von Martin Kauder
Die fünf Teenager Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma eint eine Lebenserfahrung. Sie sind in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen und haben früh Kinder bekommen. Gemeinsam leben sie in einem Heim für junge Mütter. Täglich erleben sie Vorurteile, Auseinandersetzungen und die Schwierigkeiten, ihren Alltag zu organisieren. Über allem steht das Verlangen, ein besseres Leben für sich und ihre Babys zu erreichen.
Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma – so heißen die Hauptfiguren in „Jeunes Mères“. Fünf Teenager, die eine Lebenserfahrung eint – sie sind in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen und haben früh Kinder bekommen. Gemeinsam leben sie in einem Heim für junge Mütter. Täglich erleben sie die Stigmata und Vorurteile, die Müttern ihres Alters und ihrer sozialen Herkunft entgegengebracht werden. Dazu kommen die Schwierigkeiten, ihren Alltag zu organisieren, Auseinandersetzungen mit ihren Familien und Partnern und das Verlangen, endlich ein besseres Leben für sich und ihre Babys zu erreichen.

Aus dieser Prämisse formen die Dardenne-Brüder, die bereits 1999 und 2005 die Goldene Palme in Cannes gewinnen konnten, ihren neuesten Film. In fast schon dokumentarischen Bildern und Darstellungen erzählen sie vom Leben der fünf Protagonistinnen, deren frühe Schwanger- und Mutterschaft ihre Leben auf den Kopf stellen. Die Regisseure kommentieren ihren Ansatz so:
„Jede Geschichte wurde entsprechend der jeweiligen Teenager-Mutter und ihrem Kind gestaltet, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Heims für junge Mütter. Was sie verbindet, ist die frühe Mutterschaft, die mit der sozialen Determinierung von Armut und bestimmten emotionalen Defiziten verbunden ist. Diese können dazu führen, dass die gleichen Verhaltensweisen von Generation zu Generation wiederholt werden. Genau davon versuchen sie sich zu befreien und erscheinen dabei einzigartig, lebendig und individuell. Sie hören in gewisser Weise auf, Figuren zu sein – und werden zu Menschen.“
Die fiktionale, persönliche Handlung verbindet sich dabei mit politischen und sozialen Debatten der Gegenwart. Sie wirkt lebensnah und authentisch – nicht zuletzt belebt durch eine engagierte Darstellerriege. Dies mag erklären, weshalb „Jeunes Mères“ beim diesjährigen Filmfestival in Cannes gleich zwei Preise, darunter den für das beste Drehbuch, gewinnen konnte. Auch in Deutschland gab es bereits den renommierten Douglas Sirk-Preis. „Jeunes Mères“ – engagiertes französisches Kino im Walzenlager!
Das Kinoprogramm im März
| Termine | 19.03., 20.03., 23.03., 24.03. – 18.00 Uhr 26.03., 27.03., 30.03., 31.03. – 18.00 Uhr 22.03. & 29.03. – 16.00 Uhr |
| Sprache | Französisch/Deutsch (OmU) |
| FSK | o. P. |
| Dauer | circa 105 Minuten |
| Kosten | 7,00 EURO (auch Rentner*innen und Auszubildende) |
| Ermäßigt | 6,00 EURO (Menschen mit Behinderung, Schüler*innen, Kinder, Arbeitslose, Studierende) |
Mehr Informationen zur Kartenreservierung findet Ihr auf der Homepage des Walzenlagers.
Anschrift
Kino im Walzenlager.
Zentrum Altenberg
Hansastraße 20
46049 Oberhausen
Bitte beachtet, dass die Adresse für den gesamten Gebäudekomplex, inklusive Museum, gilt.