Was wäre der Sommer ohne Leinwand, Popcorn und Cola? Auch in diesem Jahr lädt das Kino im Walzenlager wieder zu tollen Filmabenden im Innenhof der Zinkfabrik Altenberg ein! Bei Open Air-Atmosphäre und kühlen Getränken stehen gleich drei Filme in den Startlöchern. Sie erzählen die Geschichten eines Klassikers, eines Konzerts und eines Kulturclashs…
Ein Beitrag von Martin Kauder
Am 5. August startet das BiergartenKino mit einem Film über die Filmkunst: „Nouvelle Vague“. Im Zentrum stehen Regisseur Jean-Luc Godard, die US-amerikanische Schauspielerin Jean Seberg und der französische Darsteller Jean-Paul Belmondo. Gemeinsam schuf das trio infernale einen der meistgefeierten Filme aller Zeiten. „À bout de souffle“ – zu Deutsch „Außer Atem“ – verhalf 1960 der französischen „Nouvelle Vague“, der „neuen Welle“ des Kinos, zum Durchbruch. Ein rasanter, experimenteller Stil inspirierte weltweit eine neue Generation junger Filmemacher und -macherinnen. Die drei Jeans, die Filmfans im Schlaf nennen können, werden in „Nouvelle Vague“ von Guillaume Marbeck, Zoey Deutch und Aubry Dullin zum Leben erweckt. US-Regisseur Richard Linklater inszeniert die Entstehung von „Außer Atem“ nicht als Dokumentation, sondern als urkomischen Spielfilm im Stil des Originals: schwarz-weiß, im grobkörnigen Schmalformat und genauso spritzig. „Nouvelle Vague“: Ein Muss für alle, denen ein „Making Of“ nicht genug ist!


Zwei Wochen später, am 19. August, geht es mit „Köln 75“ musikalisch weiter. Der Film erzählt die wahre Geschichte der Kölnerin Vera Brandes. Bereits mit 15 Jahren arbeitet die Jazzliebhaberin als Konzert-Promoterin. Das ist nicht im Sinne ihrer strengen und konservativen Eltern. Doch Veras Leidenschaft ist stärker. 1975 will die nun 18-Jährige den US-amerikanischen Pianisten Keith Jarrett für ein Konzert ins Kölner Opernhaus locken und setzt dafür alle Hebel in Bewegung. Doch das ist gar nicht so leicht. Eine Vorauszahlung von 10.000 DM, logistische Schwierigkeiten, ein kaputter Flügel und die Zurückhaltung Jarretts drohen, das Vorhaben zum Platzen zu bringen. Am Ende der turbulenten Planungen steht ein legendäres Konzert und das bis heute erfolgreichste Solo-Jazzalbum der Musikgeschichte: „The Köln Concert“. Kurz nach dem 50. Jahrestag des „Kölner Konzerts“ kam der Film von Regisseur Ido Fluk mit Hauptdarstellerin Mala Emde in die Kinos. Jetzt bringt er die Musik ins Kino im Walzenlager!
Den Abschluss macht am 2. September „Wilma will mehr“. Im neuen Film der Regisseurin Maren-Kea Freese kollidieren zwei Lebenswelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten – sächsische Beschaulichkeit trifft auf österreichischen Großstadttrubel. Hauptfigur ist die technikversierte Wilma aus der Lausitz, die mit Mitte 40 vor einem Neuanfang steht. Wilmas Mann betrügt sie und im Job steht sie vor der Kündigung. Impulsartig ergreift die ehemalige Kraftwerksmitarbeiterin die Flucht und zieht aus ihrer Heimat nach Wien. Anfangs fremd, wird sie schnell als Handwerkerin an die unterschiedlichsten Orte herumgereicht und lernt die Vielfalt des Wiener Kosmos kennen. Nach und nach verflüchtigen sich Unsicherheit und Ausweglosigkeit und machen Aufregung und Hoffnung Platz. Schlussendlich findet Wilma den Weg, von dem sie vielleicht nie vorher wusste, dass sie ihn gehen wollte. Ein Film mit Charme und Witz, getragen von Hauptdarstellerin Fritzi Haberlandt – zum Lachen, Weinen und Träumen!

Wir freuen uns auf viele Gäste und wünschen freudige Kinostunden!
Euer
Team der Zinkfabrik Altenberg
Das Kinoprogramm im Sommer
| Termine | 05.08.; 19.08.; 02.09. – jeweils ab 19:30 Uhr |
| Sprache | für alle drei Filme: Deutsch |
| FSK | Nouvelle Vague: 12 / Köln 75: 12 / Wilma will mehr: 0 |
| Dauer | Nouvelle Vague: 105 Min. / Köln 75: 110 Min. / Wilma will mehr: 112 Min. |
| Kosten | 7,00 EURO (auch Rentner*innen und Auszubildende) |
| Ermäßigt | 6,00 EURO (Menschen mit Behinderung, Schüler*innen, Kinder, Arbeitslose, Studierende) |
Mehr Informationen zur Kartenreservierung findet Ihr auf der Homepage des Walzenlagers.
Anschrift
Kino im Walzenlager.
Zentrum Altenberg
Hansastraße 20
46049 Oberhausen
Bitte beachtet, dass die Adresse für den gesamten Gebäudekomplex, inklusive Museum, gilt.
