Der 5. November ist zunächst einmal ein Tag wie jeder andere. Ein Datum im Kalender, das für die meisten Menschen keine besondere Bedeutung hat. Doch vor genau 80 Jahren, am 5. November 1946, ereignete sich in Oberhausen ein politisches Novum: Mit Luise Albertz wählte der Stadtrat erstmals eine Frau zur Oberbürgermeisterin einer deutschen Großstadt. Eine Entscheidung, die rückblickend zu einem Meilenstein der Stadt- und Frauengeschichte wurde.
Ein Beitrag von Nils Bungardt
Dass dieser Beitrag ausgerechnet heute erscheint, ist folglich kein Zufall. Jahrestage und Jubiläen bieten Anlass, auf historische Ereignisse zurückzublicken und nach ihrer Bedeutung für unsere Gegenwart zu fragen. Denn während die Vergangenheit unveränderlich bleibt, wandelt sich unser Blick auf sie stetig. Welche Ereignisse wir erinnern, welche Persönlichkeiten wir hervorheben und welche Bedeutung wir ihnen zuschreiben, ist immer auch von den Perspektiven unserer Gegenwart geprägt. Erinnerung ist letztlich nicht nur etwas Persönliches, sondern auch etwas Gesellschaftliches. Unser Bild der Vergangenheit wird durch Erzählungen, historische Darstellungen und öffentliche Formen des Gedenkens geprägt.
Wenn wir heute an den 5. November 1946 erinnern, blicken wir deshalb auf mehr zurück als die Wahl von Luise Albertz zur Oberbürgermeisterin. Das Ereignis steht rückblickend auch für den demokratischen Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg und die politische Teilhabe von Frauen in einer bis dahin von Männern dominierten politischen Landschaft. Mit der Erinnerung an diesen Wahltag rücken somit auch größere historische Entwicklungen in den Blick, die eng mit dem Ereignis verbunden sind und ihm aus heutiger Perspektive zusätzliche Bedeutung verleihen. Am Beispiel von Luise Albertz lässt sich so nachvollziehen, wie eine historische Persönlichkeit Teil des öffentlichen Gedächtnisses wird und welche Aspekte ihres Lebens dabei besonders erinnert werden. Dabei lassen sich zwei Formen unterscheiden: Einerseits gibt es Erinnerungen, die Menschen durch eigene Erfahrungen und Gespräche miteinander teilen. Andererseits werden ausgewählte Geschichten durch Fotografien, Bücher, Denkmäler oder Museen über Generationen hinweg bewahrt. In der Gedächtnisforschung spricht man hierbei vom kommunikativen und kulturellen Gedächtnis.
Auch im Fall von Luise Albertz wird dieser Unterschied greifbar. Während manche Oberhausenerinnen und Oberhausener die Politikerin vielleicht noch persönlich erlebt haben, kennen viele jüngere Menschen sie nur durch historische Darstellungen, die nach ihr benannte Luise-Albertz-Halle oder den gleichnamigen Luise-Albertz-Platz am Centro. Ihr Name bleibt somit auch unabhängig von persönlichen Erinnerungen präsent. Allerdings bewahren solche öffentlichen Erinnerungsformen nicht sämtliche Facetten ihres Lebens gleichermaßen. Umso mehr lohnt es sich, zunächst auf ihre Biografie und die historischen Umstände zu blicken, die ihr politisches Wirken prägten.
Luise Albertz wurde am 22. Juni 1901 in Duisburg geboren und wuchs in Oberhausen auf. Ihre Familie war eng mit der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung verbunden. Ihr Vater Hermann Albertz, gelernter Schreiner und später SPD-Abgeordneter des Preußischen Landtags, engagierte sich über Jahrzehnte politisch als Sozialdemokrat. Auch Luise Albertz fand früh Zugang zur Politik: Bereits 1915 trat sie der Sozialistischen Arbeiter-Jugend bei, 1921 wurde sie ebenfalls Mitglied der SPD.
Nach dem Besuch der Volks- und Handelsschule absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete anschließend bei einem Oberhausener Zeitungsverlag. Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 veränderten sich ihre Lebensumstände grundlegend. Sie verlor ihre Anstellung, wurde zeitweise arbeitslos und stand unter polizeilicher Beobachtung. Ihre Familie war wiederholt von Hausdurchsuchungen und Verhören durch die Gestapo betroffen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie zum Dienst im Fürsorge- und Wohlfahrtsamt der Stadt Oberhausen verpflichtet, wo sie schließlich als stellvertretende Dienststellenleiterin tätig war.
Besonders einschneidend für die spätere Oberbürgermeisterin war die Verfolgung ihres Vaters. Hermann Albertz wurde 1944 im Zuge einer reichsweiten Verhaftungsaktion gegen frühere demokratische Politiker festgenommen und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Seine Spur führte später nach Bergen-Belsen, wo er vermutlich im Frühjahr 1945 ums Leben kam. Die genauen Umstände seines Todes sind nicht abschließend geklärt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beteiligte sich Luise Albertz am demokratischen Wiederaufbau und an der Neugründung der SPD. Zunächst arbeitete sie als Sekretärin des Oberbürgermeisters. Am 5. November 1946 wurde sie schließlich selbst in dieses Amt gewählt.
Ihre Wahl war eine politische Sensation. Frauen waren in kommunalen Führungspositionen bis dato nicht vertreten. Besonders in einer Stadt wie Oberhausen, deren wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben von Bergbau und Schwerindustrie geprägt war, galt politische Führungsverantwortung weithin als männliche Aufgabe. Dass eine Frau an die Spitze der vom Bombenkrieg schwer getroffenen Großstadt trat, widersprach den damals verbreiteten Vorstellungen über die Rollen von Männern und Frauen. Dabei war Albertz Wahl keineswegs der selbstverständliche Höhepunkt einer lang vorbereiteten politischen Karriere. Bei der Kommunalwahl stand sie zunächst auf der Reserveliste ihrer Partei. Erst durch ihr Nachrücken in den Stadtrat und ihre anschließende Nominierung durch die SPD wurde ihre Wahl möglich.
Was wir heute als Meilenstein der Frauengeschichte betrachten, entstand somit aus einer konkreten kommunalpolitischen Konstellation. Wie außergewöhnlich Albertz Wahl war, verdeutlicht ein Blick auf die Zahlen: Laut der Historikerin Gisela Notz war sie die einzige Frau unter insgesamt 2.710 Bürgermeistern in der Bundesrepublik. Den 2.709 Männern stand damit gerade einmal eine Frau gegenüber. Dass ihre Wahl bereits damals ein politisches Novum darstellte, steht außer Frage. Welche Bedeutung sie später als Meilenstein der Stadt- und Frauengeschichte erhalten würde, war hingegen noch nicht vorgezeichnet. Albertz wusste, dass ihr nicht alle die Übernahme dieses Amtes zutrauten. In ihrer Antrittsrede ging sie auf die drängenden Alltagssorgen der Bevölkerung ein, insbesondere auf die Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidung und Wohnraum. Dabei verwies sie auch darauf, dass sie als Frau möglicherweise ein besonderes Verständnis für diese Probleme mitbringe.
Zugleich berief sie sich auf einen Leitspruch ihres Vaters Hermann Albertz, der sie nach eigenen Worten seit ihrer Kindheit begleitet hatte: „Das moralisch Richtige kann niemals das politisch Falsche sein.“ Dieser Satz verdeutlicht den moralischen Anspruch, mit dem Albertz ihr politisches Handeln begründete. Die Aufgaben, vor denen Albertz stand, waren erheblich. Oberhausen litt unter den Folgen des Krieges, unter Hunger, Wohnungsnot und wirtschaftlicher Unsicherheit. Die Versorgung der Bevölkerung und der Wiederaufbau kommunaler Strukturen gehörten zu den drängendsten Herausforderungen. Als 1947 dringend benötigte Kartoffellieferungen ausblieben, vermittelte sie ein unerlaubtes Tauschgeschäft, bei dem ein Oberhausener Hüttenwerk Material für die Düngemittelherstellung gegen Kartoffeln eintauschte. Die Aktion wurde später zu einer bekannten Geschichte über ihren Einsatz für die Bevölkerung.

Ihre erste Amtszeit endete bereits 1948, nachdem sich die politischen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat verändert hatten. Albertz blieb jedoch politisch aktiv. Von 1947 bis 1950 gehörte sie dem nordrhein-westfälischen Landtag an, von 1949 bis 1969 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort übernahm sie unter anderem für zehn Jahre den Vorsitz des Petitionsausschusses und beschäftigte sich in dieser Funktion mit Beschwerden und Anliegen der Bevölkerung. Ihr politisches Wirken reichte damit weit über die Oberhausener Kommunalpolitik hinaus. Sie war über Jahrzehnte an der parlamentarischen Arbeit der jungen Bundesrepublik beteiligt und setzte sich insbesondere mit sozialen Fragen und geschlechterspezifischen auseinander. 1956 wurde Albertz erneut zur Oberbürgermeisterin Oberhausens gewählt. Dieses Amt bekleidete sie bis zu ihrem Tod, als Dienstältester Oberbürgermeister in Deutschland, am 1. Februar 1979.
Während der Jahrzehnte ihrer Amtszeit veränderte sich die wirtschaftliche und gesellschaftliche Struktur der Stadt grundlegend. Die Krise des Steinkohlenbergbaus seit den späten 1950er-Jahren und die später einsetzende Stahlkrise bedrohten zahlreiche Arbeitsplätze und damit die wirtschaftliche Existenz vieler Familien. Albertz engagierte sich öffentlich für die Beschäftigten der Montanindustrie und setzte sich mit den sozialen Folgen des Strukturwandels auseinander. Im Mai 1967 nahm sie an einer Demonstration gegen die drohende Schließung der Oberhausener Zeche Concordia teil. Als es im Oktober desselben Jahres bei Protesten gegen geplante Zechenstilllegungen zu einer angespannten Situation kam, setzte sie sich für eine Beruhigung der Demonstrierenden ein. Ihr vermittelndes Eingreifen wurde dabei nicht von allen Bergleuten positiv aufgenommen. Auch dies zeigt, dass ihre politische Tätigkeit nicht ausschließlich aus einvernehmlicher Fürsorge bestand, sondern immer wieder im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen stattfand.
Neben ihrem sozial- und wirtschaftspolitischen Engagement setzte sich Albertz auch für die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit ein. Sie gehörte zu den Initiatorinnen der 1962 eröffneten Gedenkhalle Oberhausen, der ersten Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Westdeutschland. Die Einrichtung sollte nicht nur dem Gedenken dienen, sondern auch ein Ort der Information und Begegnung sein. Damit beteiligte sich Albertz selbst daran, die Erinnerung an die nationalsozialistische Vergangenheit dauerhaft im öffentlichen Leben Oberhausens zu verankern.
Ihre politische Biografie verbindet somit mehrere prägende Entwicklungen des 20. Jahrhunderts: die sozialdemokratische Arbeiterbewegung, die Erfahrung der nationalsozialistischen Diktatur, den demokratischen Neubeginn nach 1945 und den wirtschaftlichen Wandel des Ruhrgebiets.

Dennoch wurde ihr öffentliches Bild besonders durch eine Zuschreibung geprägt, die ihre politische Tätigkeit in wenigen Worten zusammenfasste: die „Mutter Courage des Ruhrgebiets“. Mit diesem Beinamen würdigte der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kühn ihr politisches Engagement. Die Bezeichnung wurde vor allem mit ihrer Bürgernähe und ihrem Einsatz für die Menschen während der wirtschaftlichen Krisen im Ruhrgebiet verbunden.
Der Ausdruck erinnert zugleich an Bertolt Brechts Theaterstück Mutter Courage und ihre Kinder. Dessen Hauptfigur ist allerdings keine uneingeschränkt positive Heldin, sondern eine widersprüchliche Gestalt, die während des Dreißigjährigen Krieges versucht, ihre Familie zu schützen, zugleich aber vom Krieg lebt. Im allgemeinen Sprachgebrauch steht „Mutter Courage“ hingegen häufig für eine mutige, entschlossene und fürsorgliche Frau.
Auf Luise Albertz bezogen hob der Beiname insbesondere ihre Fürsorge, Entschlossenheit und Bürgernähe hervor. Er machte ihre politischen Leistungen durch ein vertrautes Bild greifbar. Gleichzeitig lohnt sich ein genauerer Blick darauf, welche Vorstellungen von weiblicher politischer Autorität darin zum Ausdruck kamen. Denn die Verbindung von politischer Durchsetzungsfähigkeit und mütterlicher Fürsorge ist keineswegs selbstverständlich. Während sich Albertz über Jahrzehnte in politischen Führungspositionen behauptete, rückte der Beiname besonders ihre fürsorgliche und persönliche Seite in den Vordergrund. Ihre politischen Leistungen wurden damit auch über Eigenschaften beschrieben, die traditionell mit der weiblichen Geschlechterrolle verbunden waren.
Allerdings wurde das Bild der fürsorglichen Stadtmutter Albertz nicht ausschließlich von außen zugeschrieben. Sie selbst bezeichnete Oberhausen als ihre Familie. Die mütterliche Metapher fand also auch in ihrer eigenen politischen Selbstdarstellung einen Anknüpfungspunkt.

Gerade deshalb lässt sich der Beiname nicht einfach als positive Würdigung oder als Ausdruck überholter Geschlechterrollen einordnen. Er verweist sowohl auf tatsächliche Schwerpunkte ihres politischen Engagements als auch auf gesellschaftliche Vorstellungen davon, wie eine Frau politische Verantwortung wahrnehmen sollte. Die Bezeichnung machte Albertz nahbar und ihre Leistungen verständlich, kann ihre politische Tätigkeit zugleich aber vor allem lediglich unter dem Gesichtspunkt persönlicher Fürsorge erscheinen lassen.
Damit rückten andere Aspekte ihres Wirkens leichter aus dem Blick: ihre parlamentarische Erfahrung, ihre politische Vernetzung und ihre Beteiligung an den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auseinandersetzungen ihrer Zeit. Besonders anschaulich wird dies, wenn man den Beinamen mit ihrer zwanzigjährigen Tätigkeit im Bundestag oder ihrem Engagement während der Bergbaukrise vergleicht. Beides lässt sich zwar mit Fürsorge verbinden, erschöpft sich darin aber keineswegs.
Die „Mutter Courage des Ruhrgebiets“ ist somit ein Beispiel dafür, wie komplexe Biografien in der öffentlichen Erinnerung zu einprägsamen Bildern verdichtet werden. Solche Bilder können historische Leistungen sichtbar machen, ohne die gesamte Vielschichtigkeit einer Person abzubilden. Zugleich erzählen sie etwas über die gesellschaftlichen Vorstellungen, unter denen diese Leistungen wahrgenommen und gewürdigt wurden.
Fast ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod ist Luise Albertz weiterhin im öffentlichen Leben Oberhausens präsent. Die nach ihr benannte Luise-Albertz-Halle, der Luise-Albertz-Platz und historische Würdigungen bewahren die Erinnerung an eine Politikerin, die über Jahrzehnte mit der Entwicklung der Stadt verbunden war. Auch die 1977 von der Arbeiterwohlfahrt Oberhausen gestiftete Plakette, die Luise Albertz und ihren Vater Hermann zeigt und an engagierte Bürgerinnen und Bürger Oberhausens verliehen wird, verbindet die Erinnerung an beide mit gesellschaftlichem Engagement. Dass die Auseinandersetzung mit ihrem Leben bis heute andauert, zeigen zudem die 2025 erschienene Doppelbiografie Mutter und Vater Courage von Hartmut Ganzke und Thomas Horschler sowie das für Juni 2027 angekündigte Theaterstück Luise die Erste am Theater Oberhausen. Menschen, die Luise Albertz nie persönlich erlebt haben, begegnen ihrem Namen heute durch solche Orte und durch historische Darstellungen.
Im öffentlichen Erinnern spielt ihre Wahl zur ersten Oberbürgermeisterin einer deutschen Großstadt eine besondere Rolle. Ebenso hat sich die Bezeichnung „Mutter Courage des Ruhrgebiets“ als prägnante Würdigung erhalten. Beide Bilder greifen reale Aspekte ihrer Biografie auf, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Während ihre Wahl von 1946 heute besonders im Zusammenhang mit der Geschichte weiblicher politischer Teilhabe steht, verweist die „Mutter Courage“ vor allem auf ihre Bürgernähe und ihr soziales Engagement.
Daneben stehen weitere Stationen ihres Lebens: ihre Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Verfolgung, ihre jahrzehntelange parlamentarische Arbeit, ihre politische Tätigkeit während des Strukturwandels und ihr Einsatz für die öffentliche Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit. Erst gemeinsam ergeben diese Aspekte ein differenzierteres Bild ihrer historischen Bedeutung.
Gerade der Blick auf ihre Biografie zeigt, dass gesellschaftliche Erinnerung nicht nur darin besteht, historische Ereignisse zu bewahren. Sie ordnet sie ein, hebt bestimmte Leistungen hervor und verbindet sie mit Fragen und Wertvorstellungen späterer Generationen. Im Jahr 1946 war die Wahl von Luise Albertz ein politisches Novum in einer Zeit, in der Frauen in kommunalen Führungspositionen nicht vertreten waren. Achtzig Jahre später betrachten wir sie auch als einen Meilenstein der Frauen- und Stadtgeschichte und für viele heutige Amtskolleginnen ist Sie noch immer ein Vorbild.
Dass wir heute ausgerechnet an den 5. November 1946 erinnern, ist somit selbst Ausdruck dieser historischen Einordnung. Der Jahrestag bietet Anlass, nicht nur auf die außergewöhnliche Wahl zurückzublicken, sondern auch auf die Frau, deren politisches Leben weit über diesen Moment hinausreichte.

Veröffentlichungsrecht: Stadt Oberhausen.
Luise Albertz war mehr als die erste Frau an der Spitze einer deutschen Großstadt und mehr als die „Mutter Courage des Ruhrgebiets“. Wer sich an sie erinnert, sollte deshalb nicht nur einen mit ihrer Person verbunden historischen Meilenstein würdigen, sondern auch die Vielschichtigkeit ihres Lebens und politischen Wirkens sichtbar machen. Vielleicht ist genau das die entscheidende Frage, die wir an diesem 5. November stellen sollten: Erinnern wir uns an Luise Albertz in ihrer historischen Vielschichtigkeit oder vor allem an das Bild, das wir im Laufe der Zeit von ihr geschaffen haben?
Weiterführende Literatur und Links:
Luise Albertz – frauen/ruhr/geschichte
https://nrw-archiv.vvn-bda.de/texte/1044_erinnerungskultur_oberhausen.htm?
Beitragsbild: Luise Albertz 1956 – © Archiv der sozialen Demokratie 6/FOTA013496
