Die beleuchtete Elefantenskulptur mit Blick von der Hansastraße

„Spot-on! für Tuffi“

Vor dem LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg erstrahlt die Kunstinstallation „Elevated Levitated Elephant“ des Bildhauers Jörg Mazur seit Kurzem in besonderem Glanz und wird zukünftig zum Hingucker im Oberhausener Nachtleben.

Ein Beitrag von Nicole Nolewajka

Seit dem 8. Dezember 2022 schwebt die Bronzeskulptur „Elevated Levitated Elephant“ zwischen dem Oberhausener Hauptbahnhof und dem LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg in luftiger Höhe über der Fahrbahn der Hansastraße. Nach der Montage der Skulptur unter die vier vor dem Museum stehenden Traggerüste der Wuppertaler Schwebebahn, die Ende des 19. Jahrhunderts in der Gutehoffnungshütte in Oberhausen für die Wuppertaler Schwebebahn entstanden sind, wurde der Wunsch von unzähligen Akteur*innen und Bürger*innen der Stadt Oberhausen nach einer Beleuchtung laut. Damit war die Idee für das Projekt „Spot-on! für Tuffi“ geboren.

Tuffi markiert den Eingang zur Zinkfabrik Altenberg mit dem dahinter befindlichen Kulturzentrum Altenberg. Die Beleuchtung soll dazu beitragen, dass die Elefantendame auch im Dunkeln sichtbar und somit der öffentliche Raum aufgewertet wird. In Zusammenarbeit mit dem Oberhausener Verkehrs- und Baustellenmanagement kam Mazur schließlich zu der Lösung, die Bronzeskulptur diagonal von unten über die vier Ampeln anzustrahlen, damit der Autoverkehr nicht geblendet wird.

Zur besonderen Herausforderung wurde, dass die Ampelanlage inzwischen auf LED-Betrieb umgerüstet wurde und fortan statt vormals mit 220 Volt nur noch mit 40 Volt Leistung betrieben wird. Dafür bedurfte es einer Sonderanfertigung von vier Strahlern, für die schließlich die Firma OMPEO, einer LED-Leuchtenmanufaktur mit Sitz in Gummersbach, gefunden wurde. Die Installation und Justierung der Strahler auf den vier Ampelmasten übernahm der Gründer der Firma selbst in Zusammenarbeit mit dem Oberhausener Verkehrs- und Baustellenmanagement. Über eine App lässt sich die Schaltung der Strahler programmieren. Zufällig, berichtet Bildhauer Jörg Mazur, passte die Idee und Anbringung der Beleuchtung zeitlich genau zur bereits vom Verkehrsmanagement der Stadt geplanten Umrüstung der Fußgängerampel auf LED-Betrieb.

Die beleuchtete Elefantenskulptur mit Blick von der Hansastraße
Die beleuchtete Elefantenskulptur mit Blick von der Hansastraße
Foto: Jörg Mazur

Ziel des Bildhauers ist die Hervorhebung von kulturellen Einrichtungen und damit einhergehend auch eine Aufwertung der Oberhausener Innenstadt. Dank der neuen Beleuchtung wird nicht nur die Bronzeskulptur selbst, sondern auch ein attraktives und kulturell relevantes Viertel der Stadt beleuchtet. Gefördert wurde das Projekt „Spot-on! für Tuffi“ durch Projektgelder des Heimatministeriums, dem Künstler Jörg Mazur selbst und durch Gelder aus dem Fördertopf des „Brückenschlags“. Der „Brückenschlag“ umfasst Teile von Oberhausen Lirich und der Oberhausener Innenstadt und will diese nachhaltig aufwerten und in seiner Daseinsfunktion, mit besonderem Augenmerk auf der Partizipation der Oberhausener*innen, stärken.

Das Projekt „Spot-on! für Tuffi“ bringt damit den Kerngedanken des Programms „Brückenschlag“ auf den Punkt, denn die Hansastraße stellt die Grenze zwischen der Innenstadt Oberhausens und dem angrenzenden Stadtteil Lirich dar. Die vier großen Stahlbögen der Wuppertaler Schwebebahn, unter denen der Elefant montiert wurde, schlagen nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes eine Brücke über die Hansastraße, sondern bilden gemeinsam mit der Bronzeskulptur des Elefanten eine geschichtliche Brücke, welche industrielle und stadthistorische Gemeinsamkeiten zwischen den Städten Oberhausen und Wuppertal hervorhebt.

Ab dem 3. September sind einige Arbeiten und Projekte von Jörg Mazur Thema der Ausstellung „Tierische Typen“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg.

Teile diesen Beitrag:

One comment

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.