Am 24. Juni durften wir endlich wieder industriekulturinteressierte Menschen auf unserem gemeinsam mit dem Zentrum Altenberg genutzten Gelände begrüßen. Und es war eine wundervolle Veranstaltung, für die wir uns bei Euch und Ihnen Allen bedanken möchten!
Ein Beitrag von Maja Lange
„Sogar am Nachmittag kamen die ersten Interessenten, als wir noch gar nicht geöffnet hatten.“
So eine Großveranstaltung wie die ExtraSchicht ist für ein geschlossenes Museum schon eine besondere Herausforderung. Zum Glück nutzen wir das Gelände der ehemaligen Zinkfabrik Altenberg nicht alleine und konnten uns auf die tatkräftige Unterstützung des soziokulturellen Zentrums Altenberg wie immer verlassen. In diesem Jahr haben wir die ExtraSchicht zum ersten Mal als gleichwertige Partner*innen veranstaltet.
Bereits am Nachmittag kamen erste Besucher*innen, um einen Vorgeschmack auf unser Programm zu erhaschen, aber wie alle der 44 Spielorte starteten auch wir das Programm erst um Punkt 18 Uhr. Bis dahin hatte sich schon eine beachtliche Schlange an der Kasse gebildet, die sich dann auch direkt in die Warteschlange zum Lightpainting einreihte. Bis kurz vor Mitternacht schien diese nicht kürzer zu werden, so gut wurde das museumspädagogische Angebot angenommen. Großartig war, mit welcher Gelassenheit die Menschen hier anstanden und wie kreativ sie mit den „Lichtpinseln“ zu Werke gingen.




Das vielfältige Angebot auf unserem weitläufigen Fabrikgelände fand ebenfalls regen Anklang. Nach kühlen Getränken und leckerem Essen wurde bei den Geländeführungen, der Mitmach-Schmiede, vor der Lokomobile und am „Büdchen“ der Geschichtswerkstatt Oberhausen e.V. gestaunt, geschwitzt, gelacht und geschnackt.




„Martha & die Musikmalocher“ zauberten manchen Besuchenden ein Lächeln mit ihren Interpretationen von Liedern aus der Arbeiterbewegung ins Gesicht . Und spätestens als die „Resistanzen2“ die Bühne übernahmen, wurde von vielen eine flotte Sohle auf das holprige Kopfsteinpflaster unseres Fabrikhofs gelegt.




Auch unsere Künstler luden zum Mitmachen ein. Beim Wuppertaler Künstler Kai Fobbe stellten sich zahlreiche Besuchende in historischer Arbeitskleidung vor die Kamera und wurden Teil der Gesamtinszenierung „Textur“. Und je dunkler es vor den großen Fenstern der Elektrozentrale wurde, desto strahlender drehten sich die von Kai Fobbe inszenierten und in Oberfläche und Farbe digital bearbeiteten Arbeiterskulpturen auf neun Leinwänden über den Köpfen der Menschen.




Auch in der interaktiven audiovisuellen Inszenierung „Simulacrum“, mit der Einar Fehrholz die Schlosserei bespielte, blieb das Interesse der Besuchenden kontinuierlich hoch. Die Grundidee von aktiver Teilhabe an aktueller Kunst funktionierte gut. So wagten sich zahlreiche Menschen an das niedrige Steuerpult, das schon für sich den futuristischen Charme aus Sciencefiction-Filmen vermittelte. Wer hier die Schaltkreise berührte, erzeugte sich wandelnde Lichtprojektionen auf zwei mit Gaze bespannten Projektionsflächen und untermalte dies gleichzeitig mit sphärischen Klängen.




Abschließend bleibt mir nur nochmals Danke zu sagen. Danke an Euch und Sie alle.
Rund 2.500 Gäste, das Organisationsteam der Ruhr-Tourismus GmbH, festangestellte, freiberufliche und ehrenamtliche Mitarbeitende vom Zentrum Altenberg und dem LVR-Industriemuseum haben diesen Abend zu dem gemacht, was wir im Vorfeld vollmundig versprochen hatten: einen richtigen schönen Abend nach der Maloche!



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