Abgedunkelter Vorführraum des Kinos im Walzenlager.

FabrikKino: Einfach machen. She-Punks von 1977 bis heute

Von Donnerstag, den 05.06. bis Dienstag, den 10.06.2025 präsentiert das LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg in Kooperation mit dem Kino im Walzenlager den Dokumentarfilm „Einfach machen. She-Punks von 1977 bis heute“ von Reto Caduff und Christine Franz.

Ein Beitrag von Jacqueline Drywa

Punk ist ein Versprechen – von Rebellion und Selbstermächtigung! Ende der 70er Jahre, gestartet in England und den USA, war er über den gesamten Globus verteilt zu hören. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde ganz nach dem Motto „Nicht labern, machen!“, ohne Ausbildung oder Perfektion Musik gemacht und gelebt. Den Mut dazu und die Ideen entwickelten insbesondere die Frauen der Szene: In Düsseldorf gründen sich Östro 430, in West-Berlin Mania D, später Malaria!, und in Zürich Kleenex, später LiLiput. Als Vorbilder dienten ihnen die Bands X-Ray Spex, The Slits, The Raincoats oder Siouxsie Sioux aus England. Reine Frauenbands, in denen nicht nur der Gesang weiblich ist, sondern auch die Künstlerinnen an den Instrumenten, gab es vor dieser Zeit kaum. Es geht in den Songs um weibliche Rollenklischees, Machos und das Spießertum, aber auch um Weiblichkeit, sexuelle Selbstbestimmung und Spaß. Sie wollten ihren verdienten Platz in der oft männerdominierten Punkszene verteidigen und ihre gesellschaftlichen Anliegen vermitteln. „Warum eine Mädchenband? – Mädels sind toll!“

Auf dem Plakat steht in dicker gelber Schrift, über das gesamte Plakat gezogen, der Titel "EINFACH MACHEN!" und darunter steht "She-Punks von 1977 bis heute. Hinter dem großen Text Element befinden sich acht Fotos der Frauenbands aus den 70er und 80er Jahren in schwarz weiß. Es sind teilweise bewusst arrangierte Gruppenfotos und teils festgehaltene Momente der Frauen. Auffällig sind typische Kleindung für die Punk-Szene und starkes Augen Make-up.
Filmplakat Einfach machen. She-Punks von 1977 bis heute Bild: Kino im Walzenlager

Reine Frauenbands, in denen nicht nur der Gesang weiblich ist, sondern auch die Künstlerinnen an den Instrumenten, gab es vor dieser Zeit kaum. Es geht in den Songs um weibliche Rollenklischees, Machos und das Spießertum, aber auch um Weiblichkeit, sexuelle Selbstbestimmung und Spaß. Sie wollten ihren verdienten Platz in der oft männerdominierten Punkszene verteidigen und ihre gesellschaftlichen Anliegen vermitteln. „

„Warum eine Mädchenband? – Mädels sind toll!“

Der Film „Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heute“ porträtiert Künstlerinnen, die erneut oder weiterhin seit 40 Jahren auf der Bühne stehen. Dabei tauchen die Vorreiterinnen Gudrun Gut, Beate Bartel, Bettina Köster, Sara Schär, Klaudia Schifferle, Martina Weith und Bettina Flörchinger immer wieder auf und berichten von ihren Erlebnissen. Ihr musikalisches Schaffen besteht aus verschiedenen Sounds und Richtungen. Trotz dieser Unterschiede haben sie vielen nachfolgenden Künstlerinnen den Weg bereitet sich zu entfalten und haben die weibliche Revolution der Musikindustrie mitgeprägt. Ein Film über Punk aus weiblicher Perspektive, Feminismus mit Gitarrenriff und das unvergleichliche Lebensgefühl der späten 70er und frühen 80er Jahre.

FSK: 6

Das Kinoprogramm im April

Termine05.06., 06.06., 09.06., 10.06. – 20.00 Uhr
08.06. – 18.00 Uhr
SpracheDeutsch
Dauercirca 89 Minuten
Kosten7,00 EURO (auch Rentner*innen und Auszubildende)
Ermäßigt6,00 EURO (Menschen mit Behinderung, Schüler*innen, Kinder, Arbeitslose, Studierende)

Mehr Informationen zur Kartenreservierung findet Ihr auf der Homepage des Walzenlagers.

Anschrift

Kino im Walzenlager.
Zentrum Altenberg
Hansastraße 20
46049 Oberhausen

Bitte beachtet, dass die Adresse für den gesamten Gebäudekomplex, inklusive Museum, gilt.

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