Unser Konzept auf dem wissenschaftlichen Prüfstand

Nach „der Bürgerschaft“ haben wir unseren Konzeptstand auch „der Wissenschaft“ vorgestellt. Warum wir schon in der Konzeptarbeit auf Beteiligung setzen und ob wir den wissenschaftlichen Prüfstand (zum zweiten Mal) gemeistert haben, können Sie hier erfahren.

Warum Beteiligungsformate?

Museumskonzepte entstehen oft hinter verschlossenen Türen. Dort brüten Museumsleute über Inhalten, Thesen und Exponaten. Der Öffentlichkeit wird schlussendlich das fertige Produkt – die Ausstellung – präsentiert, ohne dass sie zuvor von dem Entstehungsprozess etwas mitbekommen hätte, geschweige denn daran beteiligt worden wäre. Manchmal stellt sich erst dann heraus, dass an den Interessen der Besucher*innen vorbeigearbeitet oder der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand nicht angemessen berücksichtigt wurde.

Deshalb sind für uns Beteiligungsformate ein wichtiges Element bei der Erarbeitung der neuen Dauerausstellung in der Zinkfabrik Altenberg. Über die jüngste Bürgerbeteiligung, bei der wir wertvolle Anregungen von Besucher*innen erhielten, wurde in diesem Blog bereits von Wiebke Hemme und Ingrid Trocka-Hülsken berichtet. Keine Woche danach stellten wir den aktuellen Stand der Konzeptüberlegung einem Plenum von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Forschung und Praxis vor. Dies geschah nicht zum ersten Mal.

Wissenschaftlicher Prüfstand, die Erste

Schon 2017 haben wir unseren ersten Konzeptansatz im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung zur Diskussion gestellt und damit wertvolle Impulse aus der Fachwelt erhalten. Die Grundzüge des Konzeptes stießen auf eine breite Zustimmung, allerdings hieß das Resümee nach der achtstündigen Veranstaltung: Reduzieren und fokussieren! So schärften wir die Themenstruktur deutlich und konnten durch Reduktion und Zusammenlegung von Themen wesentlich stringenter weiterarbeiten. Das Ergebnis wurde durch Dr. Burkhard Zeppenfeld bereits veröffentlicht und nun erneut mit der Fachwelt diskutiert.

Wissenschaftlicher Prüfstand, die Zweite

Der erneute wissenschaftliche Workshop war stärker auf Diskussion und Austausch ausgelegt als die Tagung vor 2½ Jahren. Dank der fortgeschrittenen Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbüro Duncan McCauley aus Berlin und der intensivierten Arbeit des Teams an den Ausstellungsinhalten konnten wir den Wissenschaftler*innen eine wesentlich konkretere Grundlage bieten. Anhand von Planungsunterlagen und Exponatfotos wurde die Ausstellung virtuell durchschritten.

Die jeweiligen Kurator*innen erläuterten die Inhalte und gewannen im Dialog wichtige Hinweise. Neben Anregungen aus den jeweiligen Fachdisziplinen wurde in besonders regen Diskussionspunkten auch auf mögliche Fallstricke hingewiesen, für die wir nun sensibilisiert sind und die es zu beachten gilt. So wurde beispielsweise der Umgang mit (fiktiven) Biographien diskutiert, aber auch die Rolle des authentischen Ortes der Zinkfabrik Altenberg nochmals in den Fokus genommen. Insgesamt haben wir aber auch den zweiten wissenschaftlichen Prüfstand bestanden und im Austausch viel hinzugewonnen. Wir bedanken uns für die angeregte Diskussion, die hilfreichen Hinweise und die wohlwollende Arbeitsatmosphäre sowie für die Bereitschaft, auch ein weiteres Mal für ein solches Format zur Verfügung zu stehen.

Danke!

Unser Dank gilt Prof. Dr. Görge Deerberg (Dortmund / Oberhausen), Dr. Magnus Dellwig (Oberhausen), Dr. Michael Farrenkopf (Bochum), Prof. Dr. Stefan Goch (Bochum / Düsseldorf / Gelsenkirchen), Prof. Dr. Stefanie van de Kerkhof (Krefeld / Mannheim), Prof. Dr. Gudrun König (Dortmund), Prof. Dr. Elisabeth Timm (Münster) und Prof. Dr. Thomas Welskopp (Bielefeld) sowie Prof. Dr. Bärbel Kuhn, die zwar nicht erscheinen konnte, uns jedoch eine schriftliche Stellungnahme zu unserem Konzept zur Verfügung stellte.

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